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Gottes Plan für Sie

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Gottes Plan für Sie

Die Bibel offenbart, dass Gott eine Familie ist. Diese Familie besteht zurzeit aus dem Wesen, das Jesus Christus im Gebet „den Vater“ nannte, und Chris tus selbst, der wiederholt „der Sohn“ oder „der Sohn Gottes“ genannt wird. Gott könnte der Menschheit auf vielerlei Weise präsentiert werden, aber er hat Christus dazu angeleitet, ihn als „unser Vater im Himmel“ vorzustellen. Leider wird diese klare und einfache Wahrheit durch die unverständliche Lehre der Dreieinigkeit verschleiert.

Gott will eine Familienbeziehung mit uns haben. Das sollte durch ein Gebet offensichtlich sein, das die meisten von uns wahrscheinlich irgendwann auswendig gelernt haben – das Vaterunser. Darin leitet Jesus Christus uns an, mit unserem Gebet folgendermaßen zu beginnen: „Unser Vater…“ (Matthäus 6,9). Gott will, dass wir ihn als einen Vater sehen, nicht als ein unerklärliches „Dreiin-Einem“-Wesen!

Erinnern wir uns noch einmal an die Begrüßung, die Paulus in jedem Brief verwendet, der seinen Namen trägt. Er wünscht seinen Lesern Gnade und Friede „von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus“. Paulus sagt uns hier zweifellos etwas sehr Wichtiges!

Dass Gott unser himmlischer Vater ist, wird bereits zu Beginn der Bibel durch die Schöpfungsgeschichte ersichtlich. Die Bibel offenbart, dass alle Menschen von Adam und Eva, den ersten beiden menschlichen Wesen, abstammen. Wir sind ihre erweiterte Familie. Dadurch, dass Adam direkt nach dem Bild Gottes geschaffen worden ist, war er ein Sohn Gottes (Lukas 3,38; vgl. dazu 1. Mose 5,1-3). Daher sind wir, weil wir von Adam abstammen, ebenfalls Gottes Kinder.

Gott ist unser Vater, da er der Vater unseres ersten menschlichen Vaters war. Apostelgeschichte 17, Verse 28-29 sagt uns: „Wir sind Gottes Geschlecht.“

Aber Gottes Vorhaben geht weit über die Schaffung von sterblichen, vergänglichen menschlichen Wesen hinaus! Er ist dabei, „eine neue Schöpfung“ (2. Korinther 5,17; Einheitsübersetzung) zu formen und so der Vater seiner eigenen geistlichen Kinder zu werden – unsterbliche und unvergängliche Kinder, die von seiner eigenen Natur und seinem Charakter erfüllt sind.

Je mehr wir verstehen, was dies wirklich bedeutet, desto ehrfürchtiger werden wir sein – nicht nur wegen der Erhabenheit von Gottes Vorhaben, sondern auch wegen der Bedeutung, die sein Vorhaben für jeden von uns persönlich hat. Und wenn wir Gottes wahre Wesensart in dieser Weise erkennen, sehen wir auch, wie monumental irreführend und bedeutungslos die Dreieinigkeitslehre im Vergleich dazu ist!

Gott erschafft eine Familie

Paulus erklärt diese neue Schöpfung, indem er den „alten Menschen …, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet“, dem „neuen Menschen …, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit“ (Epheser 4,22-24), gegenüberstellt.

Paulus beschreibt eine dringend not wendige geistliche Transformation des Menschen. Das erfordert zuerst einen Wandel im Wesen und Charakter. Dem folgt die Auferstehung – eine völlige Metamorphose in ein verherrlichtes Geistwesen mit ewigem Leben.

Gott vollbringt diese Transformation durch die Kraft des heiligen Geistes. Ein biblischer Begriff für diese Transformation ist das Heil. Paulus beschreibt diejenigen, die das Heil als die Kinder Gottes erlangen werden: „Der Geist [Gottes heiliger Geist] selbst gibt Zeugnis unserm Geist [unserem individuellen menschlichen Geist], dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden“ (Römer 8,16-17).

Können wir die Bedeutung dieser inspirierten Aussage von Paulus erfassen? Sie erklärt, warum wir hier sind – den wahren Grund unserer Existenz, wozu wir geboren wurden. Sie gibt dem Leben selbst einen Sinn. Sie erklärt, warum Gott will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Gott, so sagt uns die Bibel, erschafft eine Familie – seine eigene Familie. Wir haben die unschätzbare Gelegenheit, Teil dieser Familie zu sein, der Familie Gottes! Diese familiäre Beziehung, bei der wir Kinder von Gott, dem Vater, werden, ist der Kern von Gottes unglaublichem Plan für die ganze Menschheit!

Gott stellte sein Vorhaben von An beginn klar dar. Sehen wir uns noch einmal die bereits zitierten Worte von 1. Mose 1 an: „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei … Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau“ (Verse 26-27). Männer und Frauen sind nach Gottes Bild geschaffen, um ihm gleich zu sein.

Diese Sprachwahl hat mit Familie zu tun. Beachten wir hier, dass Gott, nachdem er Pflanzen und Tiere geschaffen hatte, die sich „ein jedes nach seiner Art“ fortpflanzen sollten, sagte: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei“ (Vers 26). Das zeigt, dass der Mensch nach der „Art Gottes“ geschaffen wurde.

Um uns dabei zu helfen, die Tatsache besser zu verstehen, dass Gott den Menschen ihm gleich und nach seinem Bilde geschaffen hat, sagt 1. Mose 5, Vers 3: Adam „zeugte einen Sohn, ihm gleich und nach seinem Bilde, und nannte ihn Set.“ Gott hat sich im Grunde genommen durch die Menschheit selbst fortgepflanzt. Wir werden noch mehr dazu erfahren.

Die Bibel bezieht sich oft kollektiv auf physische Kinder beiderlei Geschlechts als „Söhne“, weil das die Sitte war, als die Bibel geschrieben wurde. Dieser Brauch wurde im Laufe der Jahrhunderte in vielen Sprachen weiter geführt. In der hebräischen und griechischen Sprache, in welchen die Bibel ursprünglich geschrieben wurde, wurde „Söhne“ gebraucht, um sich auf „Nachkommen“ im Allgemeinen zu beziehen. In vergleichbarer Weise gebrauchen wir heute etwa Mannschaft oder Team als kollektive Begriffe, die beide Geschlechter umfassen.

Gott macht deutlich, dass seine Familie Menschen mit einschließt, die zurzeit physische Männer und Frauen sind: „Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Chris — tus Jesus“ (Galater 3,26-28).

Gott sagt uns auch: Ich werde „euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige Herr“ (2. Korinther 6,18). Durch die physische Schöpfung sind Männer und Frauen Gottes Kinder. Genauso können beide Geschlechter durch einen geistlichen Prozess zu Gottes geistlichen Kindern werden.

Können wir wirklich Gottes Kinder sein?

Wie realistisch ist es, wenn Gott uns seine Kinder nennt und uns anweist, ihn unseren Vater zu nennen? Erzeugt Gott tatsächlich durch einen Fortpflanzungsprozess eine Familie aus anderen Wesen, die wie er selbst sind? Oder ist es so gemeint, dass Gott nur durch die physische Schöpfung unser Vater ist?

Durch einen Schöpfungsakt ist Gott auch der Vater der Engel und nennt sie in Hiob 38, Vers 7 „Gottessöhne“. Es gibt aber einen wichtigeren Sinn, in dem Gott den Menschen ein Vater sein möchte – ein Vorrecht, das für die Engel nicht vorgesehen ist.

Wir können das am Anfang des Hebräerbriefs sehen: „Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt? Und wiederum: Ich werde sein Vater sein und er wird mein Sohn sein“ (Hebräer 1,5). An dieser Stelle wird der Status der Engel mit dem von Jesus Christus ver — glichen, dem göttlichen Sohn Gottes. Aber es gibt im weiteren Sinn hier auch einen Bezug zu den Menschen.

Wir müssen verstehen, dass Jesus als Gottes „eingeborener Sohn“ (Johannes 1,18; 3,16; 1. Johannes 4,9) eine einzigartige Stellung einnimmt. Als das göttliche Wort war er vor seiner menschlichen Zeugung als Gott bei dem Vater (Johannes 1,1-3. 14). Dann wurde das Wort von Gott, dem Vater, auf übernatürliche Weise als der Mensch Jesus Chris tus in Marias Mutterleib gezeugt, als sie noch Jungfrau war. Dabei wirkte Gott durch die Kraft des heiligen Geistes (Lukas 1,35; Matthäus 1,20), denn Jesus hatte keinen biologischen menschlichen Vater. Stattdessen war Gott, der Vater, Jesu physischer Vater, da er durch den heiligen Geist im physischen Bereich wirkte. Gleichzeitig war Jesus auch vom Vater durch den gleichen Geist zu geistlichem Leben gezeugt worden (vgl. dazu Johannes 5,26; 6,63).

Bei seiner Auferstehung nach seinem Tod kehrte Christus zu der früheren Herrlichkeit mit dem Vater zurück, nachdem er, wie bereits zitiert, kurz vor seinem Tod gebetet hatte: „Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war“ (Johannes 17,5).

Andere Menschen sind nicht wie Christus auf übernatürliche Weise physisch gezeugt worden, doch können sie ihm darin folgen, geistlich von Gott gezeugt zu werden – allerdings erst später in ihrer physischen Existenz. Chris ten werden ebenfalls als von Gott „gezeugt“ bezeichnet (1. Petrus 1,3; 1. Jo han nes 5,1. 18). Der hier verwendete griechische Begriff ist anagennao bzw. gennao.

Gennao kann sowohl als „geboren“ als auch als „gezeugt“ übersetzt werden (siehe etwa die Anmerkungen dazu in der Elberfelder Bibel). Sie werden Kinder Gottes genannt (Matthäus 5,9; Johannes 1,12; Römer 8,14. 16. 19. 21; 1. Jo — han nes 3,1-2; Galater 3,26) und, wie bereits erwähnt, als Gottes „Söhne und Töchter“ (2. Korinther 6,18) bezeichnet.

Sie werden in 1. Petrus 1, Vers 23 in der Tat beschrieben als: „wiedergeboren [Anmerkung: o. wiedergezeugt] nicht aus vergänglichem Samen [Griechisch sperma – das heißt, nicht aus einer männlichen Spermienzelle, die eine weibliche Eizelle befruchtet und so lediglich sterbliches, vergängliches Leben hervorbringt], sondern aus unvergänglichem [Samen], durch das lebendige und bleibende Wort Gottes“ (Elberfelder Bibel).

Dieses unzerstörbare, unvergängliche Leben, zu dem Sie durch die Heilige Schrift geführt werden, rührt daher, dass Gott seinen heiligen Geist in Sie einpflanzt, denn „der Geist ist’s, der lebendig macht“ (Johannes 6,63). Tatsächlich ist der heilige Geist, als die Kraft Gottes, das Mittel der geistlichen Empfängnis.

Lesen wir noch einmal die Worte von Paulus in Römer 8, Vers 16: „Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“ Und durch diesen Geist wird es uns ermöglicht, „Anteil … an der göttlichen Natur“ (2. Petrus 1,4) zu erlangen – der Natur von Gott selbst.

Mit nochmaligem Bezug auf den Hebräerbrief sollten wir verstehen, dass die Begrifflichkeit des von Gott Gezeugtseins sich nicht auf Engel bezieht, die, so wird uns gesagt, nur „dienstbare Geister [sind], ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ererben sollen“ (Hebräer 1,14).

Die Begrifflichkeit bezieht sich aber auch nicht nur auf Jesus Chris tus, sondern auch auf all seine Nachfolger. Diese bekehrten Menschen sind Gottes Kinder, Christi Brüder, die, wie er, von Gott gezeugt worden sind. Chris tus, so wird uns weiter gesagt, ist derjenige, „der viele Söhne zur Herrlichkeit führen wollte … Denn er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle von Einem ab [das heißt, vom selben Vater oder derselben Familie, wie andere Übersetzungen anmerken]; darum scheut er sich nicht, sie Brüder zu nennen“ (Hebräer 2,10-11; Einheitsübersetzung).

Jesus ist „der Erstgeborene … unter vielen Brüdern“ (Römer 8,29). Diese müssen „vom Geist geboren“ sein (Johannes 3,6), um wie er zu werden, der jetzt, als ein „Geist, der lebendig macht“ (1. Korinther 15,45), „zur Rechten Gottes“ sitzt (Hebräer 10,12).

Sie werden in der Tat mit ihm in seiner Herrlichkeit als gemeinsame „Kinder der Auferstehung“ (Lukas 20,36) vereint sein. Dabei ist Christus der „Erstgeborene von den Toten“ (Kolosser 1,18; Offenbarung 1,5).

Es sollte daher klar sein, dass die vom Geist bekehrten Christen wirklich und buchstäblich durch geistliche Regeneration zu Gottes Kindern werden, indem sie durch den heiligen Geist zu neuem Leben wiedergezeugt werden. Gott erzeugt uns also wirklich nach seiner „Art“, wie 1. Mose 1 andeutet – nicht nur als physische, fleischliche Modelle, sondern als geistliche Entitäten wie er selbst (Johannes 4,24). Einige Verse wurden so ausgelegt, dass Christen Gottes Adoptivsöhne wären, statt seine tatsächlichen, gezeugten Söhne. Das beruht aber auf einem Missverständnis.

Wir werden wie Christus sein

Dessen eingedenk, dass wir nach dem Bilde Gottes geschaffen sind und in Christi Fußstapfen ihm in eine zukünftige Herrlichkeit folgen sollen, lassen Sie uns weiter über die Bedeutung dieser Bestimmung nachdenken. Werden wir letzten Endes so vollständig wie Gott sein?

Es ist Gottes Plan, uns völlig wie Jesus Christus zu formen! Paulus verdeutlicht das in Epheser, Kapitel 4. Er erklärt, dass die heute Berufenen „zum vollen Maß der Fülle Christi“ hingelangen sollen (Vers 13). Die Anmerkung von Paulus in Galater 4, Vers 19 bringt den gleichen Gedanken mit anderen Worten zum Ausdruck: „Meine lieben Kinder, die ich abermals unter Wehen gebäre, bis Christus in euch Gestalt gewinne!“

Erkennen Sie die Tragweite dessen, was Paulus sagt, wenn er erklärt, dass wir die Fülle Chris ti haben werden? Wir können vollständig wie Christus werden, mit seinem Charakter in uns. Aber das ist nicht alles!

Wie wir gesehen haben, ist Jesus, der Sohn Gottes, auch Gott, der Sohn. Er ist zusammen mit Gott, dem Vater, Gott – zwei göttliche Wesen, in tief gehender Einheit miteinander verbunden.

So wie Jesus Gottes Sohn ist, ist es unsere Bestimmung, auch zu unsterblichen Kindern Gottes zu werden. Natürlich ist Jesus, wie wir gesehen haben, auf einzigartige Weise der Sohn Gottes. Anders als wir, war er von Ewigkeit mit dem Vater zusammen als das göttliche Wort Gottes (Johannes 1,1). Nichts — destoweniger verkündet das Neue Testament, dass Jesus, wie wir bereits gesehen haben, „der Erstgeborene … unter vielen Brüdern“ ist (Römer 8,29), und macht deutlich, dass seine Nachfolger ebenfalls die Söhne Gottes sind.

Der Apostel Johannes erklärt, was das letztendlich bedeutet: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Johannes 3,1-2).

Mit unserem endlichen Verstand und begrenzten Verständnis können wir nicht alles erfassen, was es über Gott zu wissen gibt. Wir können auch nicht völlig begreifen, was es bedeutet, göttliche, verherrlichte Geistwesen zu sein, wie es Gott, der Vater, und Jesus Christus heute sind. Aber wir haben diese Verheißung: Menschen, die in die Familie aufgenommen werden, die Gott jetzt vorbereitet, werden am Ende verherrlichte Geistwesen sein wie der auferstandene Jesus Christus (Philipper 3,20-21). In seinem verherrlichten Zustand herrscht er zur rechten Hand von Gott, dem Vater, über das Universum!

Das ist die Bedeutung von Daniels Beschreibung gerechter Menschen, die in der Zukunft leuchten werden „wie die Sterne immer und ewiglich“ (Daniel 12,2-3). Menschen, die zu ewigem Leben auferweckt worden sind, werden wie der verherrlichte Jesus Christus sein!

Aber was bedeutet das wirklich? Lassen Sie uns hier einige wesentliche Aspekte ansehen. Bedenken wir einmal, dass menschliche Kinder wie ihre Eltern und wie ihre Geschwister sind. Sie sind alle die gleiche Art von Wesen, nämlich menschliche Wesen. In gleicher Weise werden Gottes Kinder am Ende sein wie ihr Vater und Jesus Chris tus, ihr göttlicher Bruder.

Jesus Christus, Gott, der Sohn, ist wie Gott, der Vater. Er besitzt die gleiche Herrlichkeit und Macht. Diese Bibelstellen sagen uns, dass Gottes weitere Kinder nach der Auferstehung wie der Vater und Christus verherrlicht sein werden! Sie werden die gleiche Art von Wesen sein, wie es der Vater und Chris tus sind – göttliche Wesen, so unglaublich das sein mag!

Das Ehrfurcht gebietende Potenzial jeder Person, wie es uns in Gottes Wort dargelegt wird, erscheint so unglaublich, dass die meisten Menschen diese biblische Wahrheit nicht begreifen können, wenn sie sie zum ersten Mal erfahren. Obwohl es in der Bibel klar dargestellt wird, wird es gewöhnlich ganz einfach überlesen. Tatsächlich ist dieses Ehrfurcht gebietende Potenzial der Zweck, Sinn und Grund dafür, dass Gott die Menschheit geschaffen hat. Dazu wurden wir geboren, dafür existieren wir!

Leider macht der Glaube an die Dreieinigkeit Millionen von Menschen blind für diese Ehrfurcht gebietende Wahrheit. Die Dreieinigkeit stellt Gott als drei göttliche Personen dar, die gleichzeitig eins sind – und für immer diese geschlossene Gruppe bilden, nicht mehr und nicht weniger.

Diese nichtbiblische Lehre verschleiert die herrliche Wahrheit, dass Gott dabei ist, seine Familie zu erweitern! Zurzeit aus Gott, dem Vater, und dem Sohn bestehend, wird sie, wie uns Hebräer 2, Vers 10 sagt, erweitert werden, indem „viele Söhne zur Herrlichkeit“ geführt werden.

„Ihr seid Götter“?

Lassen Sie uns zum Kern des Ganzen kommen. Zur Zeit Jesu beschuldigten ihn die Juden der Gotteslästerung, weil er behauptete, der Sohn Gottes zu sein: „Du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott“ (Johannes 10,33).

Achten Sie hier auf seine faszinierende Antwort: „Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er [Gott] die Götter nennt, zu denen das Wort Gottes geschah – und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden –, wie sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst Gott –, weil ich sage: Ich bin Gottes Sohn?“ (Johannes 10,34-36).

Christus sagte mit anderen Worten: „Wenn die Schrift Menschen klar Götter nannte, warum regt ihr euch so auf, wenn ich lediglich sage, dass ich Gottes Sohn bin?“

Können Menschen wirklich Götter sein? Was hat Christus damit gemeint? In Psalm 82, Vers 6, den Jesus zitierte, sagt Gott zu Menschen: „Wohl habe ich gesagt: Ihr seid Götter und allzumal Söhne des Höchsten.“

Der Schlüssel hier ist das Wort Söhne, wie wir das auch in anderen Bibelversen gesehen haben. Wir müssen verstehen, dass Gott eine Familie ist – eine göttliche Familie, die aus mehr als einer Person besteht. Wie wir in dieser Broschüre gesehen haben, gibt es einen Gott (die Gottfamilie), der aus mehr als einem Gottwesen besteht.

Wie bereits erklärt, bestand die Gottfamilie von Anfang an aus zwei göttlichen Wesen – aus Gott und dem Wort, das vor 2000 Jahren als der Sohn Gottes, Jesus Christus, zu Fleisch wurde (Johannes 1,1-3. 14). Nach Jesu menschlichem Leben und Tod wurde er zu göttlicher, geistlicher Existenz als der „Erstgeborene von den Toten“ (Kolosser 1,18) und der „Erstgeborene unter vielen Brüdern“ (Römer 8,29) auferweckt. Jesus wurde daher in der Auferstehung geistlich als der erste vieler „Brüder“ oder Kinder, die später folgen sollten, geboren.

Wie am Anfang dieses Kapitels gezeigt wurde, sagt Apostelgeschichte 17, Verse 28-29, dass Menschen von Gottes „Geschlecht“ sind. (Das griechische Wort genos bedeutet hier „Verwandtschaft“, „Rasse“, „Art“, „Abstammung“ oder „Familie“.) Und wie wir in 1. Mose 1 gesehen haben, war Gottes Vorhaben bei der Erschaffung des Menschen nach seinem Bild, ihn gemäß der „Art Gottes“ zu schaffen und sich so durch die Menschheit fortzupflanzen.

Psalm 82 lässt sich unter diesem Gesichtspunkt viel leichter verstehen. In Vers 6 wird das Wort „Götter“ dem Ausdruck „Söhne des Höchsten“ gleich — gesetzt. Das ergibt Sinn. Wenn eine Entität Nachkommen hat, dann sind diese Nachkommen von der gleichen Art wie die Entität selbst. Die Nachkommenschaft von Katzen sind Katzen. Die Nachkommenschaft von Hunden sind Hunde. Die Nachkommenschaft von Menschen sind Menschen. Die Nachkommenschaft von Gott sind, in Chris ti eigenen Worten, „Götter“.

Aber wir müssen hier vorsichtig sein. Menschen sind nicht buchstäblich Götter – auf jeden Fall zurzeit noch nicht. Tatsächlich sind Menschen ursprünglich nicht einmal buchstäblich Gottes Kinder, außer in dem Sinn, dass er die Menschheit nach seinem Ebenbild geschaffen hat.

In Psalm 82 werden Menschen als Götter bezeichnet, und zwar in dem Sinn, dass sie Gottes Nachwuchs sind und ihn hinsichtlich Autorität und richterlicher Entscheidungen auf Erden repräsentieren sollen. Dennoch werden sie als unvollkommen und dem Verfall bzw. dem Tod unterworfen dargestellt. Sie sind also nur im eingeschränkten Sinn Teil der göttlichen Familie.

Ein Aspekt ist in dieser Hinsicht, dass der Mensch nach Gottes Ebenbild auf einer physischen, sterblichen Ebene mit eingeschränkter Herrschaft geschaffen worden ist und Gott gleicht, aber ohne dessen göttlichen Charakter und Herrlichkeit. Ein weiterer Aspekt ist, dass der Mensch das letztendliche Potenzial hat, die gleiche Art von Wesen wie der Vater und Christus zu werden.

Tatsächlich benennt Gott oft „das noch nicht Vorhandene … als wäre es schon vorhanden“ (Römer 4,17; Menge-Bibel). Er sieht sein Vorhaben als bereits verwirklicht an. Erstaunlicherweise ist es, wie wir noch sehen werden, Gottes Vorhaben, menschliche Wesen von dieser fleischlichen Existenz auf die gleiche Ebene göttlicher, geistlicher Existenz zu erhöhen, die er selbst einnimmt.

Das endgültige Resultat – göttliche Herrlichkeit

Lassen Sie uns den bereits erwähnten Prozess der geistlichen Fortpflanzung, bei dem Gott uns als seine Kinder zeugt, noch einmal kurz ansehen. Der geistliche Reproduktionsprozess beginnt damit, dass sich Gottes Geist mit unserem menschlichen Geist verbindet. Durch diese wundersame Vereinigung werden wir „Teilhaber der göttlichen Natur“ (2. Petrus 1,4; Elberfelder Bibel). 

Der geistgezeugte Christ ist daher ein Kind Gottes, ein tatsächliches Mitglied der Gottfamilie – aber noch nicht im letztendlichen Sinn. Als Kinder müssen wir immer noch einen Entwicklungsprozess in diesem Leben durchlaufen, bei dem wir göttlichen Charakter entwickeln und immer mehr wie Gott werden in der Art und Weise, wie wir denken und handeln. Und am Ende dieses Lebens, zur Zeit der Auferstehung bei Chris ti Rückkehr, werden wahre Chris ten so, wie der Vater und Christus es sind.

Führen wir uns noch einmal diese erstaunliche Wahrheit vor Augen, die der Apostel Johannes aufgezeichnet hat: „Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Johannes 3,2).

Um dies noch weiter auszuführen, wird uns in zahlreichen Bibelstellen gesagt, dass wir göttliche Herrlichkeit von dem Vater und Christus empfangen werden: „Der Gott aber …, der euch durch Jesus Christus dazu berufen hat, an seiner ewigen Herrlichkeit teilzuhaben“ (1. Petrus 5,10; Neue Genfer Über setzung; siehe auch Römer 5,2; 2. Korinther 3,18; 1. Thessalonicher 2,12; 2. Thessalonicher 2,14; Kolosser 1,27; Hebräer 2,10).

Außerdem werden wir als Miterben Christi die Herrschaft über alle Dinge erlangen, das gesamte, unermessliche Universum eingeschlossen – eine Herrschaft genauso wie sie Christus innehat (vgl. dazu Römer 8,17; Hebräer 1,1-3; 2,5-9; Offenbarung 21,7). Um wahrhaft die Herrschaft über alle Dinge auszuüben – auch über die tobenden, thermonuklearen Schmelzöfen von 50 Milliarden Billionen Sonnen und jedes subatomare Teilchen jedes Atoms von jedem Molekül im kosmischen Raum –, ist die allmächtige Kraft Gottes erforderlich.

Und wie sieht es mit unserem Verstand aus? Als Menschen wären wir nicht in der Lage, die einzelnen Sterne des Universums, einen pro Sekunde, in einer Billion Lebenszeiten zu zählen. Aber Gott sagt so nebenbei, dass er alle Sterne mit Namen kennt (Psalm 147,4).

Paulus sagt: „Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin [das heißt, von Gott]“ (1. Korinther 13,12). Das zeigt, dass uns die Allwissenheit Gottes zugänglich sein wird. Und wa rum nicht, da wir ja den heiligen Geist, Gottes Verstand, dann vollständig haben werden! Bedenken wir Folgendes:

Bekehrte Menschen werden eines Tages die göttliche Natur, göttliche Herrlichkeit und völlige Macht über die Schöpfung inne — haben und an Gottes unendlichem Wissen teilhaben. All dies erfordert nichts weniger als Göttlichkeit! In der Tat werden wir am Ende, wie Jesus, „von der ganzen Fülle Gottes erfüllt“ werden (Epheser 3,19; Einheitsübersetzung; vgl. Kolosser 1,19; 2,9).

Wie kann jemand „von der ganzen Fülle Gottes erfüllt“ sein und weniger als Gott sein? Deshalb werden wir bei unserer letztendlichen Verwandlung ebenfalls göttlich sein – auch wenn der Vater und Christus hinsichtlich Autorität und Majestät für immer größer als wir sein werden.

Die Lehre von der Vergöttlichung

Diese biblische Wahrheit wird für diejenigen, die nur die traditionelle Sicht des allgemein etablierten Christentums über die letztendliche Belohnung der Gerechten kennengelernt haben, sicherlich schockierend sein. Wer möglicherweise schnell dabei ist, diese Lehre anzugreifen, wird jedoch noch überraschter sein, wenn er erfährt, dass die frühen „Kirchenväter“ der etablierten Tradition diese unglaubliche Wahrheit zumindest teilweise verstanden. Sie waren zeitlich nicht so weit von den frühen apostolischen Lehren entfernt und lebten zu einer Zeit, als die Dreieinigkeitslehre noch keine Wurzeln gefasst hatte. Und selbst heute noch lassen sich manchmal Hinweise darauf finden.

Lesen wir zum Beispiel Paragraph 398 und 460 des gegenwärtigen Catechism of the Catholic Church (1995) mit den in Fußnoten genannten Quellen in Klammern: „In einem Zustand der Heiligkeit geschaffen, war es dem Menschen bestimmt, von Gott vollständig in Herrlichkeit ,vergöttlicht‘ zu werden [doch er sündigte] … Das Wort wurde Fleisch, um uns zu ,Teilhabern an der göttlichen Natur‘ zu machen [2. Petrus 1,4]: ,Dazu nämlich ist das Wort Gottes Mensch geworden und der Sohn Gottes zum Menschensohne, damit der Mensch das Wort in sich aufnehme und, an Kindesstatt angenommen, zum Sohn Gottes werde‘ [Irenäus (2. Jahrhundert), Contra Haereses, 3. Buch, Kapitel 19, Abschnitt 1].

,Denn er wurde Mensch, damit wir vergöttlicht würden‘ [Athanasius (4. Jahrhundert), De incarnatione Verbi, Kapitel 54, Abschnitt 3]. ,Der einziggeborene Sohn Gottes, seine Göttlichkeit mit uns teilen wollend, nahm unsere Natur an, damit er, zum Menschen gemacht, Menschen zu Göttern machen kann‘[Thomas von Aquin (13. Jahrhundert), Opusculum 57, Vorlesungen 1-4]“ (Seite 112, 128-129, Hervorhebungen durch uns).

Diese Lehre ist in der östlichen orthodoxen Tradition sogar noch vorherrschender, wo sie unter dem griechischen Begriff theosis bekannt ist, was „Vergöttlichung“ oder „Vergötterung“ bedeutet. Das unterscheidet sich völlig von dem New Age-Konzept des Aufgehens in einem universellen Bewusstsein oder der Sicht, dass wir gegenwärtig von Natur aus göttlich sind. Sehen wir hier die bemerkenswerte Erklärung des frühen Theologen Tertullian, der dies etwa 200 n. Chr. schrieb:

„Die Annahme eines andern Gottes ist gar nicht möglich, da niemand etwas haben kann, was Gott zugehört. Also, wendet man nun ein, dann haben wir auch nichts von Gott? O doch, wir haben dergleichen und werden es haben, aber von ihm, nicht aus uns selbst.

Wir werden sogar Götter sein, wenn wir würdig werden, diejenigen zu sein, von denen es heisst: ,Ich habe es gesagt, Götter seid Ihr‘ und: ,Es stand Gott in der Mitte der Götter‘, jedoch nur infolge seiner Gnade, nicht unseres eigenen Besitzes. Denn er ist es allein, der Götter macht“ (Gegen Hermogenes, Kapitel 5, Tertullians sämtliche Schriften, aus dem Lateinischen übersetzt von Karl Adam Heinrich Kellner, Verlag M. DuMont-Schauberg, Köln, 1882).

Das war in der Tat die allgemein akzeptierte Sicht in den frühen christ lichen Jahrhunderten.

Einige der späteren Theologen dieser frühen Perioden wendeten sich trotz dieses Verständnisses allmählich der sich entwickelnden Dreieinigkeitslehre zu. Bei früheren Theologen lassen sich dagegen nicht einmal Andeutungen für trinitarische Ideen finden. Sehen wir hier diese bemerkenswerte Aussage des Irenäus, der im zweiten Jahrhundert lebte und in seiner Jugend von einem Jünger des Apostels Johannes unterrichtet worden war: „Auch haben wir nachgewiesen, dass niemand anders von den Schriften Gott genannt werde als der Vater aller und der Sohn und die, welche an Kindesstatt [d. h. Sohnschaft als Gottes Kinder] angenommen sind“ (Contra Haereses, III, Vorwort).

Statt den dreieinigen Gott in drei Personen – Vater, Sohn und heiliger Geist – verkündete Irenäus einen Gott, der den Vater, den Sohn und die Menge anderer Söhne, die zur Herrlichkeit gebracht worden sind (transformierte Gläubige), mit einschließt.

Die ultimative Familienbeziehung

Natürlich bedarf es in dieser Angelegenheit einiger wichtiger Klarstellungen. Es ist nicht die Lehre der Bibel, dass wir irgendwie auf geheimnisvolle Weise zu einem einzigen Wesen mit Gott werden und unsere individuelle Persönlichkeit verlieren.

Die Realität ist, dass Gott eine Familie ist. Und genauso wie die individuellen Mitglieder einer menschlichen Familie eigenständige Entitäten mit einer einzigartigen Persönlichkeit sind, wird es auch in der Gottfamilie sein.

Durch Gottes Geist werden die Mitglieder von Gottes Familie jedoch eine spezielle Einheit von Sinn, Zielen und Natur miteinander teilen, die weit über die gemeinsame Identität und Verbindung hinausgeht, die in einer menschlichen Familie möglich ist. Diese Einheit besteht bereits zwischen Gott, dem Vater, und Jesus Christus. Die Dreieinigkeitslehre definiert ihr Einssein im Sinne von Einzigkeit des Seins. Aber das ist eindeutig falsch.

Es gibt in der Tat nur einen Gott, aber dieser Gott ist eine Familie, wobei andere noch der Familie hinzugefügt werden sollen. Der Begriff Götter im Hinblick auf unsere Bestimmung ist wirklich dazu vorgesehen, mehrere Gottwesen, die eine Gottfamilie darstellen, voneinander zu unterscheiden. Nochmals: Zurzeit gibt es zwei vollständig göttliche Mitglieder der Gottfamilie – zwei eigenständige Wesen – Gott, den Vater, und Gott, den Sohn, Jesus Christus. Und so unglaublich das klingen mag, es werden weitere hinzukommen.

Wie wir bereits gesehen haben, hat Gott angekündigt: „Ich will euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein. Das sagt der Herr, der Herrscher der ganzen Welt“ (2. Korinther 6,18; Gute Nachricht Bibel). Und er meint, was er sagt.

Es ist die Absicht des Vaters, uns als seine Kinder hervor zubringen, uns in die gleiche Art von Wesen zu transformieren, die er und Christus jetzt sind – Wesen von solch unglaublicher Herrlichkeit und Majestät, dass es unser begrenztes menschliches Fassungsvermögen und Verständnis bei Weitem übersteigt!

Obwohl errettete menschliche Wesen wahrhaft zur Existenz auf der Ehrfurcht gebietenden göttlichen Ebene als wahre Kinder Gottes und volle Mitglieder der Gottfamilie erhoben werden, werden sie nie so groß an Majestät und Autorität sein wie Gott, der Vater, und Jesus Christus.

Der Vater und Sohn sind nicht erschaffen, leben ohne Anfang für alle Ewigkeit vor aller Zeit. Und es gibt nur einen Erlöser, in dessen Namen wir Gottes Gabe des ewigen Lebens empfangen können (Apostelgeschichte 4,12), was ihm für immer eine Sonderstellung gibt.

Natürlich werden diejenigen, die in seine Familie als verherrlichte und unsterbliche Kinder Gottes eingehen, individuell oder kollektiv niemals die Vorrangstellung des Vaters und Chris tus als Führer der Familie in Frage stellen. Es stimmt, dass alle außer dem Vater Jesus untertan sein werden und Jesus selbst dem Vater untertan sein wird (siehe 1. Korinther 15,24-28). Gott, der Vater, und Jesus Christus werden für immer an der Spitze der Familie stehen und selbst nach der Hinzufügung von Milliarden göttlicher Kinder die oberste Herrschaft innehaben.

Dazu wurden Sie und ich geboren! Es ist die ultimative potenzielle Bestimmung der gesamten Menschheit. Es ist der Ehrfurcht gebietende Zweck, für den wir geschaffen wurden. Wie Jesus, unsere Bestimmung als erfüllt voraussehend, zitiert hat: „Ich habe gesagt: Ihr seid Götter.“ Unsere Zukunft könnte nicht größer oder besser sein als das!

Wie bankrott und uninspiriert sich die Dreieinigkeitslehre doch im Vergleich zur wunderbaren und übergreifenden Wahrheit der Bibel herausstellt! Leider haben die Verzerrungen der Lehre von der Dreieinigkeit verborgen, was Gott über seine Natur und unsere herrliche Zukunft offenbart hat. Sie haben die Wahrheit durch einen ungeheuerlichen Irrtum verdreht und verschleiert. In der Tat leugnet die Dreieinigkeitslehre die größte Wahrheit, die wir erfahren können: dass Gott eine wachsende Familie ist, der auch wir angehören können!

Was für eine große Tragödie, dass die christliche Welt einem solch gewaltigen Betrug, dessen Wurzeln in heidnischer Philosophie und Religion liegen, aufgesessen ist. Glücklicherweise ist die Wahrheit Gottes für diejenigen einfach zu erkennen, die sehende Augen haben. Obwohl die Wahrheit, anders als die Dreieinigkeitslehre, nicht unbegreiflich ist, ist sie doch – auf eine sehr positive Weise – aufgrund der Großartigkeit und Erhabenheit ihrer Tragweite erstaunlich.

Mögen Sie an der atemberaubenden und herrlichen Bestimmung für Ihr Leben festhalten, die Gott in seinem Wort verheißen hat!